Der Internetbrief - die digitale Zukunft der Deutschen Post ?

Eingefügt am: 18.02.2010 22:54:48

Der seit Thurn & Taxis heiß umkämpfte Markt „Postwesen“ soll durch den „Internetbrief“ neu aufgemischt werden und das Geschäft der Deutschen Post neu beleben.

Der gewinnträchtige Markt des Postwesens, insbesondere der Briefpost, ist schon seit Thurn & Taxis hart umkämpft. Mehrere Anbieter tummeln sich heute bereits auf dem Markt. Die Deutsche Post tauscht das kostenintensive Personal gegen Leiharbeiter bzw. gliedert die Poststellen aus, um die gewinne zu optimieren.

Die Deutsche Post möchte den guten alten Brief jedoch nicht aussterben lassen. Künftig soll der Brief am Computer geschrieben werden, dieser wird der Post per E-Mail zugesandt, die Post druckt aus, tütet ein, frankiert und wird per Boten dem Empfänger zugestellt, genannt Internetbrief.
Wenn aber ein Brief geschrieben ist, kann er auch direkt als E-Mail dem Empfänger zugesandt werden. Es müssen also Briefe von Bedeutung sein und/oder „amtlichen“ Charakter haben: z. B. vom Finanzamt, von der Polizei, vom Gericht, von der Versicherung, Mahnungen etc.etc. Heute sind ja bereits die Behördenbriefe und analoge Schreiben ohne Unterschrift rechtskräftig (und können per E-Mail versandt werden), wohingegen vom Bürger im Rahmen der „Gleichberechtigung“ ein Einschreibebrief (dafür gibt es noch nicht einmal eine einzelne passende Portomarke) mit eigenhändig unterschriebenem Inhalt abverlangt wird.
Der Internetbrief soll wahrscheinlich 46 Cent kosten und wäre somit um 9 Cent billiger. Das würde sich z.B. bei Behörden bereits rechnen und erst recht für die Deutsche Post. Die Einführung des Internetbriefes soll gemäß Pressemeldungen bereits im 1. Halbjahr 2010 erfolgen.

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